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12.01.2018, 16:09 Uhr
Senat lässt Tegeler Fließ absaufen: Landwirtschaft vor dem Ruin, Naherholung für das Märkische Viertel unter Wasser!
Ich fordere vom Senat die Totholz-Beräumung bis zum Beginn der naturschutzrechtlichen Vegetationsperiode Anfang März
Der Senat hat die am Tegeler Fließ ansässigen Landwirte völlig vergessen und ignoriert deren existenzbedrohende Situation durch die immer kleiner werdenden Flächen für den Ackerbau. Mit den bestehenden Restriktionen durch das Naturschutzgebiet und die europäische Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie haben sich die bäuerlichen Betriebe ja seit langem abgefunden. Aber die extreme Ausweitung der Überschwemmungsgebiete durch falsch verstandenen Naturschutz und eine untätige Wasserwirtschaft nimmt den Landwirten jetzt wirtschaftlich den letzten Atem. Immer mehr Felder sind zu nass für die Landwirtschaft, immer weniger Wege können durch Ausflügler betreten werden; das Naherholungsgebiet für das Märkische Viertel säuft ab.

Offenbar ist dieses Problem am Rande der Stadt weder der Wirtschaftsverwaltung noch den Umweltschützern wichtig; in den Senatsverwaltungen ignoriert man vollständig die Leistung der Landwirte für den Schutz von Natur und Umwelt. Das Fließ muss unverzüglich im Februar und damit vor dem Beginn der Vegetationsperiode am 1.3. (danach verboten) beräumt werden, um den Wasserspiegel wieder auf den langjährigen Durchschnittspegel absenken zu können.

Wörtlich habe ich heute dazu erklärt: „Selbst die für die naturnahe Beweidung eingesetzten Wasserbüffel mussten im vergangenen Sommer vor den zu hohen Wasserständen und der fortschreitenden Versumpfung des Tegeler Fließes kapitulieren: Keine trockenen Flächen und Wasser statt Futter führten im Sommer zum Abtransport der Tiere. Ein Einsatz in diesem Jahr erscheint derzeit unmöglich. Was für eine Sumpfblüte durch Wasserwirtschaft und Naturschutz!

Keller mit stehendem Wasser, massive Ernteausfälle der Landwirte und weniger Flächen für die neue Aussaht – das ist die Bilanz des bewussten Aufstauens des Wassers im Tegeler Fließ. Nach einer Anfrage von mir im August 2017 bei Senatorin Günther erhielt ich zur Antwort, dass die Verwaltung das auf die starken Regenfälle zurückführe. Da behauptet wurde, man habe für einige Wochen die Wehre für einen stärkeren Abfluss geöffnet, bleibt nur die Feststellung, dass die fehlende Beräumung der riesigen Totholzmengen einschließlich des verrotteten Laubes dazu führt, dass sich das Wasser aufstaut.

Ich fordere den Senat auf, schnellmöglich eine umfassende Beräumung der Flächen vornehmen zu lassen, da das ab dem 1.3. nach dem Naturschutzgesetz nicht mehr möglich ist. Ein weiteres Jahr weiter so ist aber auch für die örtlichen Landwirte nicht mehr möglich!"

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