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08.10.2018, 16:37 Uhr | Text: Dietmar Seefeldt, KAG Heidekrautbahn / Bild: NEB Betriebsgesellschaft mbH
Brandenburger Gemeinden unterstützen Wiederinbetriebnahme der Heidekratbahn
In Potsdam 6.000 Unterschriften übergeben
Die fast 6000 Unterschriften der Unterstützer der Onlinepetition zur Reaktivierung des Stammast der Heidekrautbahn wurden am 03.September 2018 der Ministerin für Infrastruktur und Verkehr des Landes Brandenburg, Frau Katrin Schneider übergeben.

Der Vorsitzende der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Region Heidekrautbahn e.V. Herr Dietmar Seefeldt hat sich in Begleitung von Herrn Dr. Hans Günter Oberlack, Bürgermeister der Gemeinde Glienicke/Nordbahn und Herrn Jörn Lehmann, Bürgermeister der Stadt Liebenwalde, zum Übergabetermin nach Potsdam begeben.

Herr Seefeldt fasste die Forderungen der exakt 5937 Petitionsunterstützer zusammen:

• Den Ausbau der Heidekrautbahn (RB 27) über Wilhelmsruh nach  Gesundbrunnen – jetzt beginnen!
• Die Strecke über Karow nach Gesundbrunnen erhalten!
• Die Option Liebenwalde nicht aufgeben!
• Die Einrichtung einer „task force“, die die notwendigen Arbeiten durch die Verwaltungen führt und den Arbeitsstand transparent macht.
Die Unterschriftenlisten sind zeitnah den Petitionsausschüssen der Länder Berlin und Brandenburg übergeben worden. Herr Dr. Oberlack betonte die Bedeutung des Anschlusses von Glienicke an die Heidekrautbahn und Herr Lehmann forderte eine Perspektive für die Wiederinbetriebnahme der Strecke nach Liebenwalde.

Die Ministerin, Frau Katrin Schneider betont ihr großes Interesse an dieser Bürgerbeteiligung und wünscht sich, dass alle Unterstützer der Petition auch künftig reale Bahnnutzer sind und bleiben. Ein besonderes Augenmerk legt sie auf die Tatsache, dass der Spagat zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg gelungen ist. Beide Länder haben ein großes Interesse, die Pendlerprobleme zu reduzieren. Der Stammast der Heidekrautbahn ist dafür ein vorzeigbares Ziel. Die objektiven Problemlagen fasste die Ministerin kurz und sachlich zusammen: Die Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft (NEB), Eigentümerin der Gleisanlagen der Stammstrecke, übernimmt die Beauftragung und die Kosten für die Planung der Leistungsstufen 1 und 2. Dabei muss sichtbar sein, dass eine „fertige Lösung“ am Ende steht.

Die weiteren Planungsstufen übernehmen die Länder Berlin und Brandenburg kostenseitig hälftig – auch das ist ein schwieriges Stück Arbeit gewesen, betont die Ministerin. Die Koordination liegt in den Händen einer Lenkungsgruppe, als Bestandteil der Umsetzung des Landesnahverkehrsplan (LNVP) Unterhalb der Lenkungsgruppe wurden 8 Arbeitsgruppen eingerichtet, welche die vielen Projekte des Landesnahverkehrsplans voranbringen sollen.

Frau Schneider unterstützt insbesondere auch den Gedanken der Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft, die Züge zukünftig innovativ mit Wasserstoff – statt mit Diesel - zu betreiben. Damit erhält des Vorhaben auch unter dem Aspekt des Umweltschutzes einen besonderen Charakter.
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